Tibetische Tipps für Menschen in Bewegung

Besser spazieren oder joggen? Besser im Wald oder an der Sonne? Die Tibetische Konstitutionslehre kann Antworten geben. Aus Sicht der Tibetischen Lehre ist Bewegung eine Frage des persönlichen tibetischen Konstitutionstyps. Dieses Wissen kann hilfreich sein, Bewegung ganz neu zu erleben.

Es ist gar nicht so einfach die richtige Art der Bewegung für sich zu finden. Denn was der Partnerin, dem Partner Spaß macht, oder was im Freundeskreis gerade der letzte Schrei ist, muss nicht unbedingt zu mir persönlich passen. Denn alles sind unterschiedliche Typen. In der westlichen Denkweise achten wir dabei auf Trainingszustände, Können und körperliche Voraussetzungen. Die Tibetische Lehre schaut dabei auf den Konstitutionstypen, auf die Intensität der Bewegung, auf die Umgebung und auf die Ernährung. Und plötzlich wird klar, warum ich lieber draußen jogge und Spaziergänge im Wald genieße, während sich andere lieber im Fitnesscenter abrackern.

In der Tibetischen Lehre gibt es sieben verschiedene Konstitutionstypen. Jeder Mensch kommt in einer dieser sieben Varianten zur Welt und diese persönliche Konstitution bleibt ein Leben lang. Wir können mit oder gegen den persönlichen Konstitutionstyp leben. So kann es für verschiedene Lebensbereiche hilfreich sein, den individuellen Typen zu kenn.

Hier geht’s zum Typentest: PADMA Typentest – padma.at

Für den Windtypen (Lung) eignen sich ruhige, stress- und wettkampffreie Sportarten. Vorzugsweise in freier Natur, damit der Geist gleichzeitig zur Ruhe kommen kann. Ob das nun Wandern, Joggen oder Yoga ist, ist den persönliche Vorlieben oder auch dem Ausprobieren überlassen. Da Windtypen schon eher dazu neigen auszukühlen, ist es ratsam den Körper mit geeigneter Kleidung vor Kälte, Wind und dem Auskühlen zu schützen.

Der feuergeprägte Tripa-Typ neigt schon zu einem Übermaß an Wärme im Köper. Daher sind moderate Sportarten in kühler, schattiger Umgebung gut geeignet. So z.B. Schwimmen oder Walken im Wald. Tageszeitlich eher morgens, da die Welt noch frisch und kühl ist. Auf jeden Fall sollte man die Intensität so anpassen, dass man nur leicht ins Schwitzen kommt, aber keinesfalls «heiß läuft».  Den natürlich vorhandenen Wettkampfgeist des Tripa-Typ leben solche Menschen besser in geistig fordernden «Sportarten» wie Schach, Billiard oder in hitzigen Diskussionsrunden aus.

Für den Beken-Typ, der zu einem hohen Maß aus den Substanz bildenden Elementen Wasser und Erde besteht, ist jede Bewegung besser als keine Bewegung. Dieser Typ braucht die Wärme und die Aktivierung. Weil es aber oft an der nötigen Grundmotivation fehlt, soll es auf jeden Fall eine Art der Bewegung sein, die einem persönlich Spaß macht. Hat man als Beken-Mensch dann erst mal die positiven Effekte erlebt, dann läufts von allein weiter. Sehr gut geeignet sind Bewegungsarten, die sich in der Intensität steigern lassen und sich im breiten Feld der Ausdauer-Bewegung wiederfinden. Wärme von innen produzieren und den Körper von außen gegen Auskühlung schützen, das ist das wichtigste.

Grundsätzlich spielen die Umgebung und die Intensität der Bewegung die größere Rolle als die Art der Bewegung selbst. So kann z.B. jeder Typ joggen. Lung mittelintensiv eher abends, in aufgewärmter Natur und gut bekleidet. Tripa eher morgens in frischer kühler Umgebung und maximal mittelintensiv. Beken eher mittags oder abends in warmer Umgebung und in der Intensität nach und nach steigernd sowie gut bekleidet.Probier’s aus und entdecke, wie sich die Freude an der Bewegung zum Positiven verändert, wenn man sie auf seinen Konstitutionstyp abstimmt. Der Typentest gibt auch zusätzliche Informationen zur Ernährung und den passenden tibetischen Kräuterrezepturen.