Salutogenese - Ganzheitliche Wege zur Gesundheit

In der konventionellen Medizin steht die Diagnose der Krankheit und ihre möglichst spezifische Therapie im Vordergrund. Gesundheit und Krankheit sind jedoch komplexe Phänomene die nicht nur von genetischen, biologischen und psychologischen Faktoren, sondern auch von familiären, sozialen und kulturellen Aspekten abhängen. Auf dieser Basis beruht auch der bio-psycho-soziale Ansatz von A. Antonovsky, der in der Folge zum Konzept der Salutogenese erweitert wurde. Bei diesem Konzept stehen nicht krankheitsfördernde Faktoren im Vordergrund, sondern alle jene Umstände und Bedingungen die Gesundheit ermöglichen und erhalten.

Die Tibetische Medizin ist ein hochkomplexes Medizin- und Ernährungssystem, das ebenso ganzheitlich denkt. Während in unseren Breiten ein Arzt ganz klar eine Krankheit behandelt, geht es in der asiatischen Kultur grundsätzlich um die Gesunderhaltung, wobei das Zusammenspiel zwischen Körper, Geist und Seele der maßgebliche Faktor ist. Die Tibetische Medizin betrachtet den Menschen als eine dynamische, vernetzte und ganzheitliche Einheit von Körper, Seele und Geist, eingebettet in seine Umwelt.

Herzstück der Tibetischen Lehre sind eine typgerechte Ernährungsweise und der Einsatz von mehrheitlich pflanzlichen Vielstoffgemischen. Ein emotionales, und damit energetisches, Ungleichgewicht kann zu einer körperlichen Störung führen, die sich unter Umständen zu einer ernsthaften Krankheit entwickeln kann. Um dies zu verhindern, ist es nach Ansicht der Tibetischen Medizin unerlässlich, die Selbstheilungskräfte des Menschen zu aktivieren. Diese wiederum stehen mit der Eigenverantwortung einer bewussten Lebensführung sowie konstruktiven Denkmustern in direktem Zusammenhang.

Kräutermischungen als Arzneien oder Nahrungsergänzungsmittel werden in der Tibetischen Medizin und Konstitutionslehre erst dann angewendet, wenn die Anpassung der Ernährung und des Lebensstils nicht den gewünschten Effekt für die Gesundheit hatte. Ziel ist es, die Säulen für die Gesundheit zu stärken bzw. die hauptsächlichen Erkrankungen bzw. Krankheitsauslöser auszugleichen.

Die faszinierende Thematik der Salutogenese wird Gegenstand des internationalen Kongresses der Akademie für Ganzheitsmedizin am 8. & 9. November 2019 in Wien sein.

Ehrenschutz:

Peter Hacker – Amtsführender Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport

Wissenschaftliche Leitung:

Ao. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Marktl

Dr. med. Gerhard Hubmann

www.salutogenese-kongress.com