Die Durchblutung – der Antrieb des Lebens

Unsere Blutgefäße sind ein stark verzweigtes System im Körper, das sauerstoffreiches und -armes Blut durch Venen, Arterien und viele kleine Gefäße transportiert. Über diesen Weg wird der Körper mit Sauerstoff aus der Lunge und mit Nährstoffen aus Magen und Darm versorgt. Ist dieses komplexe System gestört, funktioniert langfristig die Versorgung nicht mehr, und es kann zu Folgeerkrankungen, besonders des Herz-Kreislaufsystems, kommen.

Ein Flowchart, der übersichtlich die Zusammenhänge zwischen Ursprung, Auswirkung und Folgekrankheiten bei Durchblutungsstörungen darstellt.

Durchblutungsstörungen: Warnsignale erkennen

Störungen der Durchblutung können sich auf verschiedene Regionen des Körpers auswirken: In den Beinarterien (PaVK –„Schaufensterkrankheit“), in den Füßen (z.B. beim diabetischen Fuß), in den Arterien der innerer Organe (Herz, Niere), in den Arterien des Beckens (Gebärmutter, Eierstöcke, Penis), in den Herzkranzgefäßen (Angina pectoris) oder auch im Gehirn (Gedächtnisstörungen, Demenz).

 

 

Wie kommt es zu Durchblutungsstörungen?

Störungen der Durchblutung entstehen durch Ablagerungen an unseren Blutgefäßen. Sind die Blutgefäße durch solche Ablagerungen verengt oder gänzlich verschlossen, kommt es zu Durchblutungsstörungen. Probleme mit der Durchblutung sind aber nicht nur ein Problem, das bei älteren Menschen auftritt, erste Veränderungen der Elastizität unserer Blutgefäße entstehen schon ab dem 20. Lebensjahr. Vor allem Männer können schon in jungen Jahren solche Gefäßveränderungen aufweisen. Frauen sind durch die gefäßschützenden Eigenschaften der weiblichen Sexualhormone bis zu den Wechseljahren generell weniger von Gefäßerkrankungen betroffen.

Verschiedene Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Gefäßerkrankungen und damit für Durchblutungsstörungen. Es gibt Faktoren, die wir nicht beeinflussen können (wie z. B. Alter, Vererbung oder Geschlecht), aber es gibt auch Faktoren, die wir selbst steuern können (wie z. B. Ernährung, Bewegung, Rauchen). Auch anhaltender psychischer und körperlicher Stress im Alltag und belastende Umweltfaktoren (z. B. Ozon, Elektrosmog) begünstigen auf Dauer eine Schwächung des Immunsystems und erhöhen damit das Risiko, zu erkranken.

Abbildung des menschlichen Durchblutungssystems inklusive einiger Risikofaktoren als Wort ausgeschrieben.

 

Risikofaktoren für die Entstehung einer Durchblutungsstörung sind:

  • erhöhter Cholesterinspiegel
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • metabolisches Syndrom (z. B. Übergewicht)
  • Arteriosklerose

Gefäßerkrankungen vorbeugen und behandeln

Die gute Nachricht: Sie können selbst vieles tun,um das Risiko einer Gefäßerkrankung möglichst gering zu halten! Wer seinen Lebensstil anpasst und damit Risikofaktoren beseitigt, reduziert die Wahrscheinlichkeit, an Durchblutungsstörungen und Gefäßerkrankungen zu erkranken. Wer bereits von einer Erkrankung betroffen ist, sollte diese umgehend behandeln, um Folgeerkrankungen hintanzuhalten.

  • Blutdruck regelmäßig zuhause messen!
  • Achten Sie auf Ihre Ernährung und vermeiden Sie Übergewicht!
  • Entschließen Sie sich, mit dem Rauchen aufzuhören!
  • Bauen Sie regelmäßig körperliche Bewegung in Ihren Alltag ein. Fangen Sie z. B. mit Stiegensteigen an!
  • Versuchen Sie, das allgemeine Stresslevel deutlich zu senken. Auch zu viel Programm in der Freizeit führt zu Stress!

Gesunde Durchblutung – Hilfe aus der Tibetischen Medizin

Ist über längere Zeit als Folge eines ungesunden Lebensstils zu viel oxidativer Stress im Körper vorhanden oder werden zu viele freie Radikale gebildet, führt dies zu einer andauernden leichten Reizung und Aktivierung des Immunsystems. Über einen längeren Zeitraum kann so ein schwelbrandähnlicher, chronischer und unterschwelliger Entzündungszustand im ganzen Körper entstehen („Low-Level-Entzündung“).

Entstehen diese Entzündungen in den Wänden der Blutgefäße, kann es längerfristig zu Verengungen der Gefäße und dadurch zu Durchblutungsstörungen kommen.

Herzstück der Tibetischen Medizin sind eine typgerechte Ernährungsweise und der Einsatz von mehrheitlich pflanzlichen Vielstoffgemischen. Diese bestehen aus einer Vielzahl verschiedener Naturstoffe, die sich gegenseitig in der Wirkung unterstützen und mögliche unerwünschte Effekte ausgleichen, wodurch sie gleichzeitig auf mehreren Ebenen im Körper wirken. Pflanzliche Schutzstoffe können die schädlichen Sauerstoffverbindungen in Schach halten und entzündungshemmend wirken.

Die Tibetische Medizin empfiehlt für ein langes und gesundes Leben ausreichend Bewegung an der frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung. Diese sollte reich an Gemüse und Früchten sein, da sie viele wichtige sekundäre Pflanzenstoffe (Antioxidantien) enthalten, die die Blutgefäße schützen.