Die Körpermitte – Sitz unseres Wohlbefindens

Herzstück der Tibetischen Konstitutionslehre ist die typgerechte Ernährung, die die Grundlage für Lebensqualität und das Fernbleiben von Krankheiten bildet. Die Verdauung, untrennbar damit verbunden, spielt eine große Rolle beim körperlichen Wohlbefinden.

Unsere Ernährungsgewohnheiten sind dabei natürlich ganz zentral. Besonders im Sommer, wenn es heiß ist, verursachen wir unserer Verdauung häufig Stress, indem wir versuchen, die Hitze durch kalte Nahrungsmittel auszugleichen. Kalte Getränke, Eis oder Salate bringen dem Körper aber nicht nur die ersehnte Abkühlung, sondern kühlen vor allem auch das „Verdauungsfeuer“ (tibetisch: medrod). Durch Baden im kalten Wasser, Tragen von nasser Badebekleidung oder auch durch Klimaanlagen wird der Verdauung noch mehr Wärme und Energie entzogen. Unser Körper reagiert auf diese Gewohnheit mit vielfältigen Beschwerden, wie zum Beispiel Blähungen, hartnäckiger Verstopfung und saurem Aufstoßen.

Einfache Tipps, wie man im Sommer die Verdauungsenergie schützt und trotzdem cool bleibt:

Eiscreme – ja, aber nicht zu spät!

Was gibt es Schöneres, als sich an heißen Sommertagen ein Eis zu gönnen? Aber das Ganze hat einen Haken: Das Eis muss von der Verdauung erstmal aufgewärmt werden, der hohe Zuckergehalt benötigt zusätzliche Verdauungsenergie. Bei einem schwachen Verdauungsfeuer hemmt die Kälte die Aufschlüsselung der Speisen. Um die Verdauung nicht allzu sehr zu belasten, empfiehlt es sich, das Eis besser nach dem Mittagessen, statt nach dem Abendessen, zu schlecken.

Safran-Wasser statt eisgekühlter Drinks

Eistee und andere kühle Drinks erfrischen zwar, aber die Eiswürfel kühlen unser Verdauungsfeuer auch wieder aus. Wenn der Drink neben den Eiswürfeln auch noch Alkohol enthält, dann wird die Verdauung noch mehr geschwächt. Alkohol, vor allem hochprozentiger, bremst nämlich die Ausschüttung der Verdauungsenzyme.
Aus dem Urlaub in nordafrikanischen Ländern kennen wir es: selbst bei größter Hitze trinkt man dort warmen Tee. Wer Tee gar nicht warm trinken mag, der tut gut daran, Getränke mit Zimmertemperatur zu konsumieren – auf jeden Fall nicht eisgekühlt. Safran-Wasser ist eine schmackhafte und kühlende Alternative zu Tee im Sommer und lässt sich ganz einfach zubereiten: Dazu gibt man 2-3 Safranfäden in 1 Liter Wasser und lässt das Ganze für 10-15 Minuten leicht köcheln. Entweder trinkt man das Safran-Wasser warm oder lässt es auf Raumtemperatur abkühlen. Safran kühlt von innen, aber schwächt die Verdauung nicht.

Lauwarmer Gemüse-Salat ist eine gute Alternative

Auch kalte und vermeintlich leichte Speisen, wie z.B. Salate, stehen im Sommer ganz hoch im Kurs. Salat bzw. Rohkost überfordert jedoch bei vielen Menschen die Verdauungsleistung. Oft zeigen sich Blähungen, ein Völlegefühl oder Magendrücken nach einem Salatteller. Bei Salaten und Rohkost sollte man unbedingt darauf achten, dass die Nahrung gründlich gekaut wird, denn durch das Zermahlen im Mund wird die Nahrung optimal für den Magen vorbereitet und belastet diesen weniger.
Statt Rohkost wäre es aber noch viel besser, gegartes Gemüse in gegrillter, gedämpfter oder gebratener Form zu konsumieren.
Selbst Salat wie z.B. Chicorée lässt sich grillen und eröffnet ganz neue Geschmackserlebnisse. Als Alternative zum Rohkost-Salat eignet sich z.B. ein Salat aus kurz angebratenen Frühlingszwiebeln, Gurken und Tomaten. Auch Obst lässt sich wunderbar warm zubereiten. Gegrillte Ananas, Melonen oder Pfirsiche mit etwas Honig, Zimt oder Minze sind ein wunderbarer Nachtisch und um einiges bekömmlicher als der Sommerklassiker Fruchtsalat.

Diese Gewürze unterstützen die Verdauung

Würzen heißt nicht zwingend, nur Salz und Pfeffer zu verwenden. Viele Gewürze haben zusätzlich auch eine wärmende und unterstützende Wirkung auf die Verdauung und bewahren die Kraft des Verdauungsfeuers bei sommerlichem Kältestress.
Die Klassiker aus der europäischen Küche sind Rosmarin, Thymian, Kümmel oder Bohnenkraut. Wer es exotischer mag, der greift zu Ingwer, Zimt, Curry oder Koriander.
Ein Hauch Zimt in einer Fleischmarinade, etwas Rosmarin zu gegrilltem Pfirsich oder eine großzügige Prise schwarzer Pfeffer zu den Erdbeeren eröffnet neue Geschmackswelten und verbessert und unterstützt die Verträglichkeit bzw. Verdaulichkeit der einzelnen Nahrungsmittel.

Tibetische Kräutermischung für das Verdauungsfeuer

Die Tibetische Konstitutionslehre nutzt seit Jahrhunderten die Kraft von Gewürzen und Heilkräutern für die Gesundheit des Körpers. In den typischen Beschwerden wie Sodbrennen und Reflux sieht sie einen Hinweis darauf, dass das Magenklima aus der Balance geraten ist. Auslöser ist saurer Magensaft, der in die Speiseröhre gelangt und dort die Schleimhaut reizt. Besonders nach üppigen und fetten Mahlzeiten am Abend sowie bei übermäßigem Alkohol- und Nikotinkonsum treten oft diese unangenehmen Beschwerden auf.

Die Kräutermischung PADMA Digestin basiert auf der tibetischen Rezeptur Se´bru5 und unterstützt speziell das medrod (Verdauungsfeuer). Die einfache Rezeptur hat nur fünf Bestandteile: Granatapfelsamen, Zimt, Kardamom, langen Pfeffer und Galgantwurzel. Die wärmenden und stärkenden Eigenschaften der Kräuter unterstützen die Verdauung, können aber auch nach üppigen Mahlzeiten und auf Reisen gute Dienste leisten. Die Rezeptur trägt auch zu einem normalen Sexualleben bei. Langer Pfeffer unterstützt den Körper bei Stress und Zimtkassie trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Zur Unterstützung für ein ausgeglichenes Magenklima dient die tibetische Kräutermischung Cong zhi 6 mit Granatapfelsamen, Kardamom, langem Pfeffer, Alantwurzel, und Färberdistelblüten. Die Wirkung der pflanzlichen Bestandteile wird um die Wirkung des Calciumcarbonats ergänzt, das zusätzlich zur normalen Funktion der Verdauungsenzyme beiträgt. PADMA Aciben basiert auf dieser tibetischen Rezeptur.