Mit einem guten Magengefühl durch die Faschingszeit

Die Faschingszeit wird gerne auch die fünfte Jahreszeit genannt. Die Bräuche sind rund um den Globus unterschiedlich, aber es gibt einen gemeinsamen Nenner - es wird ausgelassen gefeiert. Bei uns machen die Umzüge, das Verkleiden und die Ballsaison die Faschingszeit aus. Besonders in dieser Zeit steigt der Konsum von Hochprozentigem und auch die Ernährung ist nicht immer sehr ausgewogen.

Fertiggerichte, saure oder rohe Nahrungsmittel sowie Süßigkeiten wirken sich zusätzlich ungünstig auf unser Magenklima aus. Zeitdruck, Arbeitsbelastung und Hektik beim Essen belasten unser Magenklima zusätzlich. Doch was genau passiert aus Sicht der Tibetischen Medizin und Konstitutionslehre in unserem Körper?

fasnacht_berliner_magenbrennen

Die genannten Faktoren erhöhen die kalte Energie (Beken) in der Magengegend. Ist die Energie im Magenbereich gestört, gerät das Magenklima (tib.: powa sung chub) aus der Balance. Die Verdauungsenzyme können die Nahrung nicht vollständig in ihre einzelnen Bestandteile zersetzen. Braust die überschüssige Beken-Energie auf, wird dies als unangenehmes Gefühl im Verdauungssystem wahrgenommen. Häufig tritt dieses Gefühl beim Liegen, Bücken oder Heben sowie nach dem Genuss von ernährungsphysiologisch ungünstigen Nahrungsmitteln, aber auch nach zu viel Alkoholkonsum auf. Nicht selten wird dieses Aufbrausen im nüchternen Zustand oder gar in der Nacht wahrgenommen. Tibetisch spricht man bei hochprozentigen Getränken von feurigem Wasser, welches dann eben auch das feurige Gefühl hervorruft.

Das feurige Magenklima wieder beruhigen

Die Tibeter entwickelten traditionelle Pflanzenmischungen, die auf natürliche Weise unterstützen und das Magenklima wieder ins Gleichgewicht bringen: Die traditionelle Kräutermischung "Cong zhi 6" besteht aus 6 Zutaten - enthalten ist das namensgebende Calciumcarbonat (cong zhi) sowie Kardamom, Alantwurzel, Granatapfelkern, Färberdistelblüten und Langer Pfeffer. Calciumcarbonat ist in der Tibetischen Konstitutionslehre eine wichtige Zutat für die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung von Gleichgewichten der Körperenergien. Calcium trägt zu einer normalen Funktion der Verdauungsenzyme bei und harmonisiert "heiße Stadien". In wässrigen Lösungen reagiert es basisch. Auch die enthaltenen Kardamomsamen, Alantwurzel und der Lange Pfeffer unterstützen mit ihren wärmenden Eigenschaften die normale Verdauung. PADMA Aciben basiert auf dieser Tibetischen Rezeptur.

Was hilft sonst noch?

  • Tanzen – regt die Verdauung an und macht Spaß
  • Verkleidung – weite Kleidung, da enge Hosen und Gürtel auf den Magen drücken können
  • Letzte Mahlzeit – einige Zeit vor dem Zubettgehen einnehmen
  • Vor dem Schlafen –  anregende Getränke wie Kaffee, Schwarztee, saure Getränke (Säfte, Kohlensäure), Pfefferminze meiden
  • Schlafen – mit erhöhtem Oberkörper, damit die Säure nicht in die Speiseröhre zurückfließt